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Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers in Zeithain

Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers in Zeithain

Am 23. April 1945 wurde das Kriegsgefangenenlager in Zeithain befreit. In diesem Lager waren nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands auch polnische Kriegsgefangene, Soldaten der Heimatarmee, untergebracht. Einige von ihnen wurden direkt aus dem Lager in Pruszków bei Warschau hierhergebracht, andere wurden zunächst in das Lager in Łambinowice und dann nach Zeithain geschickt. Ein Teil der Dauerausstellung zur Geschichte des Lagers ist den Kriegsgefangenen der Heimatarmee gewidmet.

An der diesjährigen Preisverleihung nahmen u.a. Andrea Dombois, Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, sowie Thomas Kralinski, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, als Vertreter der Sächsischen Staatsregierung teil.

Die Gedenkrede hielt Dr. Kazimierz Wóycicki, der familiär mit der Geschichte dieses Lagers verbunden ist, da seine Eltern, Danuta Leźnicka und Tadeusz Wóycicki, Soldaten der Heimatarmee waren, im Aufstand kämpften und sich in der Gefangenschaft in diesem Lager kennenlernten.

Im Namen der Kriegsgefangenen sprachen auch Dr. Klaus Pobypicz, Sohn des Rotarmisten Viktor Pobypicz, und Virgilio Airoldi, Neffe des italienischen Kriegsgefangenen Pater Luca M. Airoldi.

Nach einem gemeinsamen Gebet der Geistlichen verschiedener Konfessionen wurden Kränze am Denkmal für die Kriegsgefangenen des Stalag IV B/Z Zeithain niedergelegt. Mit einer Schweigeminute gedachten die Teilnehmer derer, die im Stalag an Krankheit, Hunger und Erschöpfung gestorben waren.

An der Zeremonie nahm Kinga Hartmann-Wóycicka, Präsidentin der Stiftung Erinnerung, Bildung, Kultur teil. Die Stiftung betreut zusammen mit dem sächsischen Verein Meetingpoint Memory Messiaen die Gedenkstätte – das ehemalige deutsche Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A Görlitz, die sich in Polen, in Zgorzelec, befindet.