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Dokumentarische Performance “KONTAKTZONE” zum deutsch-polnisch- tschechischen Alltag in der Grenzregion

Dokumentarische Performance “KONTAKTZONE” zum deutsch-polnisch- tschechischen Alltag in der Grenzregion

STREFA KONTAKTU/ KONTAKTZONE/ ZÓNA KONTAKTU

Dokumentarische Performance zum deutsch-polnisch-tschechischen Alltag in der Grenzregion

Wann: 25.09.2022, 19:00 Uhr

Wo: Europäisches Zentrum Erinnerung, Bildung, Kultur – Gedenkstätte Stalag VIII A

Tickets: Abendkasse

Prag/Bohatice (26.08.2022) – Begrenzen, abgrenzen, entgrenzen? Was bedeutet das für das heutige Zusammenleben an der Grenze? Wie beeinflussen Grenzen den Alltag und das Zusammenleben der Menschen aus den Nachbarländern? Und was hat das mit unserer Geschichte zu tun?

Diesen Fragen spürt gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern Strefa kontaktu/ Kontaktzone nach, eine Performance des tschechischen Künstlerduos VerRich, basierend u. a. auf Aussagen von Görlitzer Kulturakteur_innen wie Frank Seibel oder Kinga Hartmann-Woycicka und thematisierend auch die Görlitzer Periode von Olivier Messiaen. Sie wird am 25.09.2022 im Zentrum Erinnerung, Bildung, Kultur gezeigt.

Die deutsch-tschechisch-polnische Grenzregion ist eine Kontaktzone aus vielfältigen Perspektiven in und auf die Region. Diese selbst beginnt bei der Performance zu sprechen, denn in ihr sind ihre Bewohnerinnen und Bewohner sich „so nah, es sind die Nachbarn.“  Trotzdem bestimmen Grenzen nach wie vor den dortigen Alltag. Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts, Kriege, Grenzziehungen und Bevölkerungsverschiebungen, unterschiedliche politische Staatensysteme sowie Stereotype, wirken bis heute nach. Sie formen eine einzigartige Kulturlandschaft, die sich nah und fern zugleich ist.

„Also es ist nicht einfach, weil die unsichtbare Grenze immer noch existiert.“

Ein Kaleidoskop unterschiedlicher Stimmen verbindet neue und alte Grenzen, lässt sie verschwinden und zugleich wieder hervortreten. All dieses verschränkt sich in der Kontaktzone und beeinflusst das Mit- und Nebeneinander der Menschen im Grenzraum. Sie erzählen von Begegnungen und Erfahrungen und spannen den Bogen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

„Also die Grenze, man sieht sie zwar noch, auf den Schildern ist sie immer noch gegeben, aber ich spüre sie nicht mehr.“

Der Abend mit der deutsch-tschechischen Theaterperformance ist eine Verbindung aus Wissenschaft und Kunst. Das am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden durchgeführte Forschungsprojekt „Kontaktzonen. Kulturelle Praktiken im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzraum“ wird lebendig und erfahrbar in der Bühnenfassung des tschechischen Duos VerRich in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Theater, Performance, Musik, Tanz und Visualität verbunden mit einer kulturwissenschaftlichen Perspektive vermitteln ausgewählte Passagen aus Gesprächen mit Akteurinnen und Akteuren der Grenzräume.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns das neue Fest der „Gemeinsamen Mitte“ in unserer Kontaktzone zu feiern, an dem alle Besucherinnen und Besucher aktiv teilnehmen können. Wir nehmen Sie mit auf die Reise und möchten Grenzen aus unterschiedlichen Perspektiven verdeutlichen – und vielleicht überwinden.

Die Performance ist mehrsprachig, überwiegend Tschechisch mit deutscher und polnischer Betitelung.

Kontak_zone

In Zusammenarbeit von:

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden

GOGLMOGL produktion

Veřejný sál Hraničář, Ústí nad Labem

JohannStadthalle, Dresden

Theater X10

Kampus Hybernská

Nová síť, Europäischer Wirtschaftsraum und Norwegische Fonds 2014-2021, Kulturministerium der Tschechischen Republik und Magistrat der Hauptstadt Prag

 

Konzept und Inszenierung: VerRich – Veronika Kyrianová und Richard Němec

Wissenschaftliche Begleitung: Ira Spieker und Katharina Schuchardt

Visuelles Design und Grafik: Alesya Yakubouskaya

Musik und Sound Design: Xïola Yin

Choreografie: Alica Minar

Spielen & performen: Ctirad Götz, Tereza Konrádová, Ver*onika Kyrianová, Václav Marhold, Hana Müllerová, Rich*ard Němec & Artur Konrád

 

Weitere Infos erhältlich bei:

Veronika Kyrianová, Tel. +420723703019, Mail: goglmoglproduktion@gmail.com

 

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Europäische Union. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, den Schroubek-Fonds Östliches Europa und die Sanddorf Stiftung.

Quelle: VerRich & GOGLMOGL produktion